Eine Ode ans späte Frühstück

Ausschlafen, ein erster Kaffee im noch schlafwarmen Bett, ein bisschen lesen, Musik hören, tagträumen, knutschen vielleicht – und dann irgendwann rein ins Sonntagskleid (das problemlos auch ein Pyjama sein kann) und ab Richtung Du Nord.


Dahin, wo samstags und sonntags das Frühstück all unserer Zmorgeträume aufgetischt wird und das nicht einfach nur bis mittags, nein, noch ganze gloriose vier Stunden darüber hinaus, bis in den Nachmittag hinein. Ebenso grossartig wie die Zeiten liest und isst sich das Angebot: Vom traditionellen Gipfeli-Züpfe-Käse-Fleisch-Rührei-Gespann bis zur Frühstücksreise rund um den Globus mit Huevos rancheros, Shakshuka und orientalischen Linsenkugeln ist alles dabei, was das Zmorgeherz höher schlagen lässt. Auch hausgemachtes Granola, ein Saisonsalat sowie Kuchen und Süsses stehen oft auf der Karte.

Die perfekte Basis für ein ebenso ausgedehntes wie abwechslungsreiches Frühstücksvergnügen also. Wir bestellen zweimal das Basiszmorge (Gipfeli, je ein Stück Baumnussbrot und Züpfe, Confi und Butter) plus Huevos rancheros und Shakshuka und bereuen alsbald, nicht schon vorher ein bisschen etwas gegessen zu haben. So stürzen wir uns derart auf die grandios gewürzten Gerichte, dass kein Platz für weitere bleibt, was angesichts der Auswahl ein Jammer ist.


Wir kommen wieder, so viel ist sicher, dann vielleicht mit dem einen oder anderen Gspändli. Ab vier Personen nämlich wird «La grande bouffe» aufgetischt: das unkomplizierte Frühstück unter Freunden mit mindestens fünf verschiedenen kalten, lauwarmen und warmen Speisen in Schüsseln und auf Platten, die zum Teilen in die Mitte des Tisches gestellt werden. Soll noch einer sagen, für ein anständiges spätes Frühstück müsse die Reise nach Berlin angetreten werden.     

Berner Quartierrestaurant für alle, statt für wenige: Restaurant Du Nord
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