Eine spontane Vorfrühlings-Reise führte uns in die österreichische Ecke am Bodensee. Ins beschauliche Lochau, in Fussdistanz zum kulturaffinen Bregenz. Wir residierten am Kaiserstrand, im Seehotel. Ein schöner Ort. Im Jahr 2022 durch Vorarlberger Inhaberschaft stilvoll umgebaut. Die Lage am See hat uns begeistert, das Frühstück war wunderbar, das gepflegte Abendessen im hoteleigenen Restaurant VJU fein und die Sauna mit Blick auf den Bodensee einmalig. Übrigens alles inklusive prächtigem Sonnenuntergang und regelmässigem Morgen-Yoga im Badehaus.
Grenzenlos am Bodensee
In der benachbarten und hübschen Kleinstadt Bregenz gibt’s mächtig viel Kultur. Ein Stadttheater beziehungsweise ein Landestheater mit Ausstrahlung, das Vorarlberg-Museum und das bekannte Kunsthaus. Immer verpackt in spannende Architektur. Im Sommer sind es die Festspiele mit überregionaler Ausstrahlung, welche viele Menschen nach Bregenz locken. Im März war’s ruhiger. Mit stimmungsvollem Nebel über dem See. Und einer grossartigen Beiz mit toller alpinasiatischen Fusionsküche und charmantem Service: «Küchentanz in der Ilge». Schon lange nicht mehr so gut getafelt. So gut, dass wir ein zweites Mal hingingen. Einmal dinierten wir im «Pier 69», direkt am Hafen. Ebenfalls empfehlenswert. Nett ist die Wanderung auf den Bregenzer Hausberg Pfänder. Zwei Stündchen aufwärts und schon ist die Aussicht grenzenlos schön.
Weil es dann zwischendurch doch etwas neblig war, sind wir per ÖBB ins schmucke und sonnige Feldkirch gefahren. Kostenlos, dank Gästekarte. Welche übrigens in ganz Vorarlberg in vielen Unterkünften digital abgegeben wird und die kurzweilige Rumreiserei in der Gegend attraktiv macht. Im belebten Feldkirch entdeckten wir sympathische Läden, wie das «Kleiderkaschta» das «Kleidergrün» und «Die Buchhändlerin». Nicht zu vergessen das tolle «Café Momo» mit hausgemachtem Gebäck und Barista-Kunst. Einen grossarten Sekt aus Feldkirch gab’s im netten «Bengodi», einer Mischung aus Weinladen und Weinbar. Und auf und um den Haushügel Stadtschrofen sind wir auch noch gewandert. Schön war’s.
Mehrmals sind wir auch im nahen bayrischen Lindau gelandet. Per Zug oder per Pedes. Entweder in 8 Minuten oder in eineinhalb Stunden vom Kaiserstrand aus. Eine durchwegs hübsche Insel-Altstadt im Bodensee. Zwei Brücken verbinden sie mit dem Festland. Meerfeeling pur. Im Sommer wird es wohl etwas enger auf der Insel. Wir hatten es aber dank antizylischem Reiseverhalten entspannt und gemütlich. Hier wollen wir euch unbedingt das «Himmel + Erde» von Ursu und Silvia empfehlen. Ein Feinkostladen und ein Kleinstkaffee mit himmlischem Gebäck und viel Idealismus. Wir kommen wieder an diese wunderbare Ecke des Bodensees. Grenzenlos schön!